SAPA: Das Selbstanalyse-Tool für die darstellenden Künste
10.06.2026 , Großer Saal / Kino

Die Bewaeltigung der Klimakrise erfordert mehr als technologische Innovationen oder rein wissenschaftliche Ansaetze – wir brauchen einen tiefgreifenden kulturellen Wandel. Dieser Vortrag beleuchtet das Potenzial von Kunst, Kultur und Design als Impulsgeber fuer neue Perspektiven und Narrative der Nachhaltigkeit (Handabdruck).
Wir stellen das Projekt Greenstage und das daraus entstandene Selbstanalyse-Tool SAPA (Sustainability Assessment for the Performing Arts) vor. SAPA wurde vom Wuppertal Institut gemeinsam mit Praxispartner*innen aus fuenf europaeischen Laendern co-kreativ entwickelt. Das dialogbasierte Tool ermoeglicht eine ganzheitliche und niederschwellige Selbstanalyse fuer Organisationen der darstellenden Kuenste. Durch eine Status-quo-Analyse, ein Staerken- und Schwaechenprofil sowie eine Maßnahmenplanung hilft es zu erkennen, wo die Staerken der Organisation liegen und wie diese erhalten und gefoerdert werden koennen (Was bleibt?), Wo Verbesserungspotenziale liegen und wie diese angegangen werden koennen (Was kommt?) und unterstuetzen somit dabei, sich von linearen „Take-Make-Waste“-Prozessen und und starren Top-Down-Strukturen zu verabschieden (Was geht?).
Der Fokus liegt dabei auf einer nachhaltigen Gestaltung der Arbeits- und Produktionsprozesse in den vier Dimensionen: oekonomie, oekologie, Soziale Verantwortung sowie Kultur, Kommunikation und Community.

studierte Kommunikationsdesign an der FH Aachen und Transformation Design an der HbK Braunschweig und arbeitet seit 2022 als Researcherin in der Abteilung Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren des Wuppertal Instituts im Forschungsbereich Innovationslabore.

Dr. Carolin Baedeker ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und stellv. Leitung der Abteilung Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren sowie Co-Leiterin des Forschungsbereichs Innovationslabore am Wuppertal Institut. Zudem ist sie Lehrbeauftragte am Geographischen Institut der Universität zu Köln, engagiert sich im Beirat der Verbraucherzentrale NRW und ist Teil der Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreis Gesundheit.
Zu ihren Schwerpunkten gehören: Reallaborforschung, Klimawandel und Gesundheit, Urbane Gesundheit, Kunst/Kultur-Nachhaltigkeit, Nutzerintegrierte Nachhaltigkeitsinnovationen (Living Labs), Sozial-ökologische Transformation, Produkt-Dienstleistungsentwicklung, Sharing Economy, Bildung für Nachhaltigkeit, Transformatives Lernen.

Christiana van Osenbrüggen ist Geografin und Transformationsmanagerin mit langjähriger Erfahrung in der Entwicklung und Steuerung komplexer Förder-, Innovations- und Transformationsprozesse. Als Entwicklerin und Projektleiterin des EU-Projekts Greenstage am Theater Oberhausen begleitet sie Veränderungsprozesse an der Schnittstelle von Nachhaltigkeit, Governance, öffentlicher Verwaltung und internationaler Kooperation. Zuvor war sie in leitenden Funktionen beim NRW KULTURsekretariat tätig. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage, wie Organisationen und öffentliche Institutionen sozial-ökologische Transformation strategisch gestalten und strukturell verankern können.