Zwischen Bürokratieabbau und Mangelwirtschaft: Kultur im Gespräch
09.06.2026 , Großer Saal / Kino

Panel zu Buerokratie

Martin Klingst ist Jurist, Journalist, Autor und derzeit Geschäftsführer des Netzwerks #Handlungsfähige Kommunen an der Hertie School in Berlin. Von Oktober 2024 bis Dezember 2025 war er Geschäftsführer der „Initiative für einen handlungsfähigen Staat“. Fast 30 Jahre arbeite Klingst als Journalist, davib über zweieinhalb Jahrzehnte bei der ZEIT, u.a. als Reporter, Politikchef, USA-Korrespondent und Hauptstadt-Korrespondent. Von 2020 bis 2021 leitete er im Bundespräsidialamt die Abteilung Strategische Kommunikation und Reden. Martin Klingst erhielt mehrere Journalistenpreise und schrieb die Bücher „Menschenrechte“ (Reclam 2016), „Trumps Amerika. Reise in ein weißes Land“ (Reclam 2018) und „Guido Goldman. Amerikas Mr. Germany“ (Herder 2021).

Jacob Sylvester Bilabel ist Experte für nachhaltige Kulturentwicklung und Vernetzung. Seit 2023 leitet er den Aufbau der Green Culture Anlaufstelle des Bundes in Deutschland. 2020 initiierte er das Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien, das heute über 50 führende Institutionen im DACH-Raum vereint. Er entwickelte zudem mit Partnern die bundesweiten Klimabilanzierungsstandards KBK und KBK+.

2009 gründete er die Green Music Initiative, die europaweit über 350 Festivals und 500 Spielstätten erreicht. Im EE MUSIC-Projekt leitete er mehr als 60 Workshops in 27 Ländern. Bilabel ist Mitglied im deutschen Spiegelgremium zur ISO 20121 und war an der Gründung des Festival Kombinats beteiligt.

Diese(r) Vortragende hält außerdem:

Bernd Fesel studierte Volkswirtschaft und Philosophie in Heidelberg und Bonn. Nach Stationen als Galerist sowie Geschäftsführer deutscher und europäischer Galerienverbände initiierte er zahlreiche Formate der Kreativwirtschaft, darunter Konferenzen und Netzwerke auf nationaler und europäischer Ebene. Er war unter anderem stellvertretender Direktor von RUHR.2010 und prägte das European Centre for Creative Economy in Dortmund. Danach initiierte er das European Creative Business Network (heute Creative FED). Zuletzt war er Gründungs-CEO einer Europäischen Innnovationsagentur für die Kreativwirtschaft, der EIT Culture & Creativity GmbH.

Dr. Doreen Götzky studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. Als langjährige Mitarbeiterin am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim lehrte und forschte sie in den Bereichen Kulturpolitik, Kulturverwaltung & Kulturmanagement.
Seit 2017 ist sie Leiterin des Kreismuseums Peine. Von 2022 bis 2023 verantwortete sie parallel als Geschäftsführerin die Sanierung der Roemer-Pelizaeus-Museums-GmbH in Hildesheim. Sie arbeitet freiberuflich in unterschiedlichen Zusammenhängen in der Kulturpolitikforschung. Zuletzt als wissenschaftliche Beraterin der Evaluation des bundesweiten Förderprogramms „LandKULTUR“. Ab Januar 2027 wird sie die Dezernentin für Kultur & Wissenschaft der Stadt Braunschweig.