10.06.2026 –, Sonnendeck
Geschichten im Gegenwind. Green Storytelling, das Hoffnung macht
Wir erleben gerade, wie Klima- und Umweltschutz politisch zurueckgedreht werden, wie Nachhaltigkeit unter Rechtfertigungsdruck geraet – und Greenwashing zunimmt. Zwischen oekobacklash und Imagepflege droht eine nachhaltige Transformation kommunikativ zu verschwinden oder unglaubwuerdig zu werden.
Wie erzaehlen wir in dieser Lage verantwortungsvoll und so, dass Vertrauen entsteht?
In diesem Vortrag zeigen wir, wie konstruktives Green Storytelling gelingen kann: ohne naiv zu wirken, ohne Macht- und Verantwortungsfragen auszublenden, ohne Zielkonflikte zu beschoenigen – und dennoch mit einem klaren Blick auf das, was moeglich ist und was wegweisende Menschen und Institutionen schon alles erreichen.
atmo ist ein unabhaengiges Magazin fuer Klima, Umwelt und gesellschaftliche Transformation. Vor einem Jahr gegruendet, machen wir Ideen und Projekte sichtbar, die Veraenderungen voranbringen – ohne Konflikte zu beschoenigen oder die blockierenden Kraefte auszublenden.
Aus unserer redaktionellen Praxis bei atmo machen wir transparent, worauf Fachjournalist:innen im Klima- und Umweltbereich achten: belastbare Zahlen statt Schlagworte, strukturelle Veraenderungen statt Einzelmaßnahmen, ueberpruefbare Ziele statt Imagekampagnen, Offenheit ueber Rueckschlaege und Widersprueche.
Gerade in Zeiten des Backlashs ist es fuer Kulturinstitutionen wichtig, in glaubwuerdigen Medien praesent zu sein. Und das nicht als PR-Case im Anzeigenteil, sondern als ernstzunehmende Akteur:innen einer echten Transformation. Wir zeigen typische Kommunikationsfallen und stellen ein praxistaugliches Framework vor, mit dem sich eigene Narrative pruefen und schaerfen lassen.
Unser Ziel ist es, Orientierung zu geben und in den Austausch zu gehen: Wie koennen wir Nachhaltigkeit so kommunizieren, dass sie weder beschoenigt noch resignativ wirkt, sondern handlungsfaehig macht?
Katja hat Journalistik und Geschichte studiert und beim Radio und Fernsehen gearbeitet, bevor sie als Redakteurin und Reporterin zum Greenpeace Magazin kam. Nach dem Aus des Greenpeace Magazins gründete sie 2024/2025 gemeinsam mit ihren Kolleg:innen das unabhängige Umweltmagazin atmo, dessen Geschäftsführerin sie heute ist.